Die Tim Ferriss Slow-Carb Diät – funktioniert sie auch auf Geschäftsreisen?

Dass die von Tim Ferriss populär gemachte Slow-Carb Diät funktioniert, ist keine Frage. Ich selbst habe bislang ca. 6 KG Körperfett in 7 Wochen verloren und fühle mich sehr gut und fitt. Gestern bin ich um die Alster gejoggt und war topp in Form. Zudem schaffe ich nun wieder locker 10 Klimmzüge (vor 7 Wochen hing ich noch bei 6-7 rum). Mir persönlich fällt es zudem relativ leicht, mich an die Diät zu halten weil ich immer satt werde und auch gerne Ei, Fleisch, Fisch und Gemüse etc. esse.

Slow-Carb essen_unterwegsEtwas schwieriger ist es allerdings, wenn man geschäftlich unterwegs ist. Ich bin ca. 120 Tage im Jahr beruflich unterwegs. Wie sieht da ein typischer Essens-Tag aus und was kann man tun um sich „vernünftig“ und Slow-Carb zu ernähren?

Slow-Carb-Hotelfrühstück (Buffet)
Typisch ist Rührei, dazu gibt es meist etwas Gemüse wie Gurke, Tomate, etc. Häufig gibt es zudem kalten Räucherfisch, z.B. Makrele oder Lachs.
Fazit: Es geht, satt wird man meist nur über das Ei. Beim typischen Hotel-Frühstücksbuffet fehlen ballaststoffreiche Low-Carb-Lebensmittel wie Spinat. In besseren Hotels, wo das Frühstuück gerne mal 18 Euro kostet, macht der Koch einem auf nette Nachfrage auch ein Spinat-Ei-Tomaten-Omelette.

Hotel/Kantinen Mittagessen
Bei den Mittags-Buffets wird man sehr gut fündig. Ich esse meist Fleisch mit Salat und viel Gemüse. Bei Menüs sage ich zuvor in der Küche Bescheid und bitte um ein kohlenhydrat-armes Essen mit viel Gemüse. Das klappt zu 80%. Manchmal muss man noch Gemüse nachbestellen. Das Dessert lasse ich einfach weg und trinke lediglich einen Espresso ohne Zucker.

Abendessen
Siehe Mittagessen

Kaffeepausen und Meetings
Keinen Kuchen, keine Kekse, nur viel Wasser, Tee und etwas schwarzen Kaffee. Als Snack gehen hier nur Gemüsesticks, die manche Hotels in der Tagungspauschale als teurere „Fitness-Pause“ anbieten.

Essen „auf der Straße“
Häufig esse ich, wenn ich alleine beruflich unterwegs bin, abends gerne eine Kleinigkeit auf der Straße, da ich nicht gerne alleine in Restaurants essen gehe. Bislang habe ich folgende Gerichte gefunden, die gut funktionieren und fast überall, zum Teil weltweit, an Bahnhöfen, Flughäfen etc. erhältlich sind:

  • „Döner Box“ nur mit Fleisch und Salat, ohne Soße. Wird für 3-5 Euro in einer Pappbox verkauft, ist absolut Low-Carb. Wichtig ist eine gute Fleischqualität und dass der Salat nur mit Essig und Öl angemacht ist. Derzeit mein Favorit.
  • Plain Hamburger mit Salat: Bei McDonalds oder Burger King zwei Hamburger „ohne alles“ (Plain) und einen Salat bestellen. Die Brötchen einfach weglassen. Puristen müssen den Salat ohne Soße essen, da die Fastfood-Soße leider viel Zucker enthält! Preis ca. 3,50 Euro.
  • Halbes Grillhähnchen mit Salat: ein Klassiker, Preis ca. 4,5o Euro.
  • Fertige Salate aus dem Supermakt/Bahnhofs-Foodhall: Häufig gibt es fertige Salate, z.B. mit Ei und Tunfisch zu kaufen. Das Problem sind hier meist lediglich die Soßen, die viel Zucker enthalten können (nachlesen).
  • Achtung: Die klassische Bratwurst mit Senf oder ein „Leberkäs“ sind zwar Slow-Carb, haben aber viel viel Fett und sonst wenig brauchbares in sich. Dann lieber ein Steak oder das Hähnchen. Das ist deutlich magerer.

Snacks unterwegs/im Auto/Zug/Flieger:
Eigentlich sollte man so essen, dass man zwischen den Mahlzeiten keinen Hunger bekommt…wenn doch, dann gehen zu Not geröstete Nüsse und Mandeln aus dem Tankstellenshop (Achtung, viele Kalorien!). Es soll auch Leute geben, die für diese Fälle eine Dose Sauerkraut oder Tunfisch dabei haben…Auf langen Flügen hilft leider oft nur das schlichte Weglassen der Kohlenhydrate.

Wer Ergänzungen, Fragen und Ideen zu praktikablen und leckeren Snacks bzw. „Slow Carb on the Road“ hat, hinterlasse gerne einen Kommentar!

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6 Kommentare zu Die Tim Ferriss Slow-Carb Diät – funktioniert sie auch auf Geschäftsreisen?

  1. Michael Dietz sagt:

    Neulich war ich in Potsdam und habe im dortigen FitnessFirst am Bahnhof trainiert. Es war etwas spät geworden, alles hatte zu und ich habe dann als Ersatz fürs Abendessen auf dem Rückweg ins Hotel einen großen Proteinshake getrunken. Muss nicht immer sein aber geht zur Not auch mal. Cool übrigens, dass ihr Euch hier die Mühe mit so einem Blog macht – haltet durch! Ich bin gespannt wie die deutsche Übersetzung von Ferriss Buch hier so einschlägt…

    • Jo sagt:

      Hi Michael, ja das kann man natürlich auch machen. So ein Shake macht in jedem Fall auch satt und ist nicht das ungesündeste. Ein Vanille-Eiweißshake kann auch mal bei Heißhunger auf einen fiesen Fastfood-Milchshake eine clevere Alternative sein. Danke für Deinen mentalen Support für dieses Blog!

  2. Auf Reisen ist es mir am Anfang auch sehr schwer gefallen, ich denke da nur an Barcelona nach dem 1. Diätmonat: Überall Verlockungen und bei einem Eis konnte ich auch nicht widerstehen. Doch wenn man ein paar Anpassungen der Gerichte vornimmt geht das schon. Ich habe einfach immer meine Basiszutaten im Hinterkopf und tausche oft Reis oder Karrtoffeln der Beilage gegen Gemüse oder einen Salat aus und bitte, mir die Dressings bzw. Saucen extra dazuzugeben. So kann ich dosieren und das Hauptgericht badet auch nicht in Mayonnaise 😉

    Mehr Infos wie ich 8,5 kg in 8 Wochen abgenommen habe gibts übrigens auf http://www.zhi.co.at/blog/2011/03/vier-stunden-koerper/

    Glg
    Benedikt

  3. Low Carb naja sagt:

    Das hört sich schrecklich an. Aus meiner Erfahrung sind die Möglichkeiten mit Low Carb Essen unendlich eingeschränkt. Schlimm ist auch die Kantine. Am Salatbuffet gibt es keine Eiweißbeilagen, Fleisch und Fisch sind oft paniert, Gemüsebeilagen bestehen oft aus Erbsen und Möhrchen aus der Dose und es ist einfach ein Graus, andere leckere Desserts essen zu sehen, während einem das Grünzeug schon am 2. Tag zum Hals raushängt. Und wer will sich schon vor Kollegen oder Freunden zum Affen machen, indem er ständig irgendwelches Gemüsefleisch anschleppt oder im Restaurant mit Extrawünschen unangenehm auffällt, natürlich keinen Tropfen Alkohol trinkt… Das ist auf Dauer alles unmöglich durchzuhalten, ein Ausnahmetag pro Woche reicht sicher nicht.
    Noch dazu erfordert es auch eine unmenschliche Disziplin. Nach 2 Tagen Gemüsebeilage zur Hauptmahlzeit kann ich das Gemüse für mind. 1 Woche nicht mehr sehen. Satt macht sowas sowieso nur 2, 3 Stunden, da hilft auch das ganze Eiweiß nichts.

  4. derSven sagt:

    Bitte nicht so fatalistisch 🙂 Es stimmt zwar, daas die Verlockungen groß sind, vor allem wenn man wie ich gewohnt ist zum Frühstück Schokocroissant und zuckerigen Kaffee zu genießen, aber wenn man sich slow-carb kompatibel ernährt, vermisst man nichts.
    Man muss ausreichend an Menge zu sich nehmen und wenn man sich keinen zu engen Zeitrahmen steckt, kann man auch ab und an abweichen von der Diät und dennoch Fett verlieren.
    Spätestens wenn es darum geht kräftig.er zu werden, konmen ja die Milchprodukte z.B. wieder dazu

  5. Hallo Leute,

    habt ihr auch Einkaufstipps für die verschiedenen Mahlzeiten? (z.B.welche Bohnen sind am Besten etc.)

    Man soll ja seine Mahlzeiten nicht groß variieren darum wollte ich mir mit ein paar Prdoukten einen schönen Essensplan aufstellen.

    Mittags bin ich meistens unterewegs – was könnnte man sich hier mitnehmen?

    Was haltet Ihr eigentlich von dem „Eiweißbrot“ das es jetzt überall gibt?

    viele Grüße
    Christian

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